Rezepte, Sauerteig

Weizen-Dinkel Aromabrot

calendar_today 3. November 2025
schedule 5 Min. Lesezeit
Weizen-Dinkel Aromabrot

Weizen-Dinkel Aromabrot

Weizen-Dinkel Aromabrot

12-Stunden Weizen-Dinkel Aromabrot: volles Aroma dank langer Teigführung

Ein gutes Brot entsteht nicht in Eile. Dieses Weizen-Dinkel Aromabrot bekommt durch eine lange Teigführung bei Raumtemperatur über Nacht einen unverwechselbaren Geschmack und eine saftige, elastische Krume. Die Kombination aus verschiedenen Mehlsorten, ein wenig Lievito Madre und minimaler Hefe sorgt für ein ausgewogenes, mildes Aroma und eine wunderbare Frischhaltung.

Zutaten

  • 480 g Weizenmehl 550
  • 205 g Weizenmehl 1050
  • 300 g Dinkelmehl 630
  • 150 g Lievito Madre
  • 1 g Hefe
  • 630 g Wasser
  • 20 g Salz

Zubereitung

Alle Mehlsorten kommen in die Knetschüssel. Lievito Madre, Hefe und Wasser dazugeben und etwa fünf Minuten auf niedriger Stufe mischen, bis sich alle Zutaten gut verbunden haben. Dann das Salz zufügen und den Teig weitere zehn Minuten auf mittlerer Stufe kneten, bis er sich vom Schüsselrand löst und eine glatte, elastische Struktur zeigt.
Der Teig sollte weich und geschmeidig sein, aber nicht zu flüssig. Ein leichter Glanz zeigt, dass sich das Glutennetzwerk gut entwickelt hat.

Stockgare – die lange Nacht

Der Teig wird in eine leicht geölte Schüssel gegeben, abgedeckt und bei Zimmertemperatur (rund 20 – 22 °C) für etwa zwölf Stunden ruhen gelassen. Während dieser Zeit passiert die eigentliche Magie: Enzyme bauen Stärke ab, natürliche Aromen entstehen, und das Glutengerüst wird stabil und dehnbar.

In dieser Phase lohnt es sich, den Teig drei- bis viermal zu dehnen und zu falten. Das bringt Spannung in den Teig und verteilt die entstehenden Gärgase gleichmäßig. Es genügt, dies alle paar Stunden zu wiederholen – ganz entspannt zwischendurch.

Morgens – Formen und Ruhen

Nach der langen Nacht hat der Teig deutlich an Volumen gewonnen und zeigt eine weiche, luftige Struktur. Er wird auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche gegeben und sanft zu einem runden oder länglichen Laib geformt.
Wichtig ist, ihn dabei nicht zu stark zu drücken, damit die Luftblasen erhalten bleiben. Anschließend kommt der Teig mit dem Schluss nach oben in ein gut bemehltes Gärkörbchen und darf nochmals etwa 45 – 60 Minuten ruhen.

Backen – Hitze trifft Geduld

Während der Teig seine Stückgare hat, sollte der Ofen bereits rechtzeitig auf 250 °C Ober-/Unterhitze vorgeheizt werden – idealerweise mit einem Backstein oder einem schweren Blech, damit die Hitze gespeichert wird.
Ein gut vorgeheizter Ofen ist entscheidend für einen kräftigen Ofentrieb und eine stabile Kruste.

Wenn der Teigling sichtbar aufgegangen ist, wird er vorsichtig auf den heißen Stein gestürzt und an der Oberfläche eingeschnitten. Dann kräftig schwaden (Wasserdampf einbringen) und die Temperatur nach zehn Minuten auf 220 °C senken. Das Brot benötigt insgesamt etwa 40 – 45 Minuten Backzeit, bis es goldbraun ist und hohl klingt, wenn man auf den Boden klopft.
Nach dem Backen sollte es auf einem Gitter vollständig auskühlen, bevor es angeschnitten wird – so kann die Krume ausdampfen und sich stabilisieren.

schedule

Zeitplan: Einfache Nachtgare

21:00
Teig kneten
21:15
Beginn der Stockgare (Teigruhe)
22:00
Erstes Dehnen & Falten
23:00
Zweites Dehnen & Falten (danach Nachtruhe)
07:00
Teig formen & Beginn Stückgare
08:00
Ofen vorheizen & Brot backen

Das Ergebnis ist ein Weizen-Dinkel Aromabrot mit einer zarten, glänzenden Krume, einer aromatischen Kruste und einer Geschmacksfülle, die nur durch Zeit entstehen kann. Kein Zusatzstoff, kein Stress – einfach ehrliches Brot mit Herz.

In der Regel backe ich zwei Brote gleichzeitig , weil ich nicht täglich backen kann und wir gerne täglich Brot essen. Wer lieber nur ein Brot backen möchte oder mehrere, kann die Mengen in der Zutatenliste entsprechend anpassen. Die Zutaten lassen sich proportional anpassen, sodass die Teigmenge immer korrekt ist – egal, ob ein oder mehrere Brote zubereitet werden.

Dabei sollte berücksichtigt werden, wie viel Teig die Küchenmaschine verarbeiten kann, falls eine Maschine zum Kneten verwendet wird. So lässt sich verhindern, dass der Teig überlastet wird, und die Konsistenz bleibt optimal.

Wenn du deine eigenen Mehlmischungen ausprobierst oder wissen möchtest, wie viel Wasser dein Teig wirklich braucht, verwende unbedingt den Profi Hydratationsrechner – er macht das Backen nicht nur präziser, sondern auch spannender.

Schau gern auf meinem Instagram-Profil [@brotmitherz] vorbei – dort findest du das passende Reel zu diesem Rezept, in dem ich jeden Schritt zeige.
Ich freue mich, wenn du das Rezept nachbackst und mich in deinen Beiträgen verlinkst 💜

Hinweis: Texte und Medien in diesem Beitrag können mit Unterstützung von KI erstellt worden sein. Alle Inhalte werden sorgfältig geprüft und verfeinert.